Welche Zukunft für die Pflegeversorgung von Horgen?

Co-Präsident Christian Bodinek hat im Namen der Sozialdemokratischen Partei Horgen eine Anfrage zur kommunalen Pflegeversorgung eingereicht. Diese wird anlässlich der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember vom Gemeinderat beantwortet.

Welche Zukunft für die Pflegeversorgung von Horgen?
Der Gemeinderat hat am 4. Oktober darüber informiert, dass der erst vor vier Jahren abgeschlossene Vertrag für die Planung des Pflegeangebotes Tödi mit der Stiftung Amalie Widmer aufgelöst werde. Für den Betrieb des künftigen Pflegezentrums Tödi suche die Gemeinde eine neue Partnerin.

 

Dieser Entscheid ist schwer nachvollziehbar, war doch die Zusammenarbeit mit der Widmer-Stiftung eines der wichtigsten Argumente des Gemeinderates für die im März 2018 mit nur 57% Ja-Stimmen angenommene Privatisierung der stationären Alterspflege.

 

Deshalb stellen sich uns folgende Fragen:

  1. Die Gemeinde Horgen ist verpflichtet, ein qualitativ hochstehendes und bedarfsgerechtes Angebot in der ambulanten und stationären Langzeitpflege zu gewährleisten. Wie will der Gemeinderat diesen gesetzlichen Versorgungsauftrag kurzfristig und in den nächsten 20 Jahren erfüllen?
  2. Welche Beurteilungskriterien wurden für die Auswahl der Betreiberin des künftigen Pflegezentrums Tödi festgelegt?
  3. Wie will der Gemeinderat sicherstellen, dass sich alle pflegebedürftigen Horgnerinnen und Horgner im Bedarfsfall ein gutes Leben auch in einer stationären Pflegeinstitution finanziell leisten können?